Informationen rund um das Corona-Virus

Hilfreiche Tipps

Das Corona-Virus betrifft in erster Linie den Körper - aber wer laufend die Nachrichten verfolgt, dazu angehalten ist soziale Kontakte zu minimieren oder gar in häusliche Quarantäne zu dehen, dem kann das auch aufs Gemüt gehen.

Hier finden Sie 8 Tipps, wie man auf seine seelische Gesundheit achten kann.

Psychisch gesund bleiben während Social Distancing, Quarantäne und Ausgangsbeschränkungen auf Grund des Corona-Virus

Verhaltenstherapeutische Intervention in einem Kurzprogramm zur Selbstanwendung hier herunterladen (Autor: Helmut Dillmann, hier seine Homepage)


Psychologie: Wie sich das soziale Leben und Emotionen durch das Coronavirus verändern / Forschung der Uni Hildesheim: kann hier nachgelesen werden.


Menschen mit Depression treffen diese Maßnahmen jedoch besonders hart. Sie spüren Ausnahmesituationen und damit verbundene Ängste intensiver als Menschen ohne Depression. Die verordnete Isolation kann sich negativ auf ihre allgemeine Stimmung auswirken. Dies vor allem, weil feste Routinen und Strukturen, die bisher Halt im Alltag gaben, gerade wegbrechen. Dabei sind feste Tagesabläufe ein wichtiges Instrument, einer Depression wirksam zu begegnen. Alle Informationen sind hier zusammengefasst.

 

 


Depression in Zeiten von Corona

Die verschiedenen Beschränkungen dieser Tage, etwa dass wir keine Freunde mehr treffen dürfen, gleichzeitig im Homeoffice arbeiten und Kinder betreuen sollen, nicht mehr in die Schule oder in die Uni können und vieles mehr, sind für uns alle eine sehr herausfordernde Situation.

Menschen mit Depression treffen diese Maßnahmen jedoch besonders hart. Sie spüren Ausnahmesituationen und damit verbundene Ängste intensiver als Menschen ohne Depression. Die verordnete Isolation kann sich negativ auf ihre allgemeine Stimmung auswirken. Dies vor allem, weil feste Routinen und Strukturen, die bisher Halt im Alltag gaben, gerade wegbrechen. Dabei sind feste Tagesabläufe ein wichtiges Instrument, einer Depression wirksam zu begegnen.

Ausführliche Informationen hier auf der Homepage.


Stark durch die Krise

Die Corona-Krise verlangt uns allen viel ab. Die meisten von uns leiden in dieser Situation unter zusätzlichen psychischen Belastungen und haben jetzt um so mehr zu kämpfen. Daher stellen wir Ihnen hier verschiedene Angebote bereit, um mit professioneller psychologischer Begleitung durch die schwierige Zeit zu kommen.

Angebote auf dieser Homepage


Brief an RKI

Gemeinsamer Brief der unterzeichnenden Verbände des Kontaktgesprächs Psychiatrie

Empfehlungen mit dem Titel "Prävention und Management von Covid-19 in Alten- und Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen" des RKI.

Hier kann der Brief gelesen werden.

Hier ist dann die Antwort des RKI vom 15.05.2020 auf diesen gemeinsamen Brief.


Interview mit Prof. Dr. Brigitte Anderl-Doliwa

„Resilienz ist wie ein Muskel, den wir trainieren können“

Ein Gespräch über seelische Widerstandskraft in Krisenzeiten – mit Prof. Dr. Brigitte Anderl-Doliwa und Franz-Josef Wagner

Das gesamte Interview kann hier gelesen werden.

Es gibt hiervon eine englischsprachige Version.


teamRLP

Die Corona-Pandemie stellt unser Land vor ungeahnte Herausforderungen. Sie hat aber auch eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Die Landesregierung Rheinland-Pfalz und der DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. haben sich zusammengetan und die Initiative „teamRLP“ gestartet. Unter einem Dach haben sich alle großen Hilfsorganisationen sowie die großen Tageszeitungen und Rundfunkanstalten zusammengefunden, die das teamRLP als Partner unterstützen. Organisationen, die freiwillige Helferinnen und Helfer brauchen, und die Menschen, die ihre Zeit und ihre Hilfe zur Verfügung stellen, kommen hier zusammen.

Hier geht es zur Homepage von teamRLP


Schutz vor Ansteckungen

Hier finden Sie in leichter Sprache wie Sie sich vor Ansteckungen schützen können.

Komplettes Dokument hier als PDF-Datei herunterladen


Kassenärztliche Bundesvereinigung

Corona-Virus: Videosprechstunden unbegrenzt möglich.

16.03.2020 - Arzte und Psychotherapeuten können ihren Patienten jetzt öfter eine Videosprechstunde anbieten. Angesichts der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus haben KBV und GKV-Spitzenverband die Begrenzungsregelungen aufgehoben.

Komplettes Dokument hier als PDF-Datei herunterladen

Ferner kann die Beratung per Video erfolgen. Der entsprechende Artikel kann hier nachgelesen werden.


Ärzteblatt

Berlin –Die Corona-Pandemie ruft nicht nur die Angst vor Ansteckung hervor. Die damit verbundenen Unsicherheiten und Befürchtungen sowie der Verlust an sozialen Kontakten aufgrund des Aufrufs zur Isolation können psychische Erkrankungen verstärken.

Die komplette Internetseite können Sie hier lesen.


Apps für iPhone/iPad

Krisenapp und Krisenkompass

Und hier gibt es weitere Informationen in der PDF-Datei-


Rettungs-Ring

Hilfe in Coronazeiten

Durch die schnelle Verbreitung der Corona-Viren, mussten viele Hilfsangebote für psychisch erkrankte Menschen geschlossen werden. Dies kann für die Betroffenen schwere Folgen haben, denn ausgerechnet in Krisenzeiten sind wichtige Hilfen nicht mehr wie gewohnt zu bekommen. Bisher sind alternative Hilfsstrukturen kaum vorhanden.

Hierhin werfen wir jetzt unseren Rettungsring – denn glücklicherweise sind virtuelle Möglichkeiten schon längst vorhanden, wenn sie auch noch nie in dieser Form eingesetzt wurden:

Menschen mit Erfahrungen im sozial-psychiatrischen Hilfesystem bringen ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihr Engagement nun auf Computer, Pad oder Handy.

Hier geht es zur Internet-Seite von Rettungs-Ring


Landesweite Nutzung der Dorf-App

Innenminister Roger Lewentz hat entschieden, die beiden Anwendungen DorfFunk und DorfNews aufgrund des aktuell gesteigerten Bedarfs digitaler Kommunikation kostenfrei und landesweit freizuschalten. Mit der App DorfFunk und der Informationsplattform DorfNews stehen in allen Kommunen ab Montag zwei datensichere und technisch zuverlässige Möglichkeiten der digitalen Vernetzung zur Verfügung.

Die komplette Internetseite können Sie hier lesen.


Aktion Mensch Corona-Hilfe

In der Krise zusammenstehen und handeln: Wir, die Aktion Mensch, unterstützen Helfer*innen in der Corona-Pandemie mit einer Soforthilfe in Höhe von 20 Millionen Euro.

Die komplette Internetseite können Sie hier lesen.


BDP Corona-Hotline

Um die Bevölkerung im Umgang mit der Corona-Krisensituation aktiv zu unterstützen, hat der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen die BDP-Corona-Hotline eingerichtet. Die anonyme Hotline ist für die kommenden Wochen täglich geschaltet.

Sie erreichen die Hotline täglich von 8:00 - 20:00 Uhr unter:

0800 777 22 44

Realisiert wird diese durch den ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder des BDP. 

Weitergehende Informationen zur Corona-Pandemie sind hier zu finden.


Kindern Corona erklären

24.03.2020 / Mainzer Allgemeine Zeitung

Bei verstörenden Bildern Fernseher aus

Jugendpsychotherapeut über die Auswirkungen der Coronakrise auf Kinder und wie Erklärungen gelingen
ALZEY . Wie erklärt man kleinen Kindern die Coronakrise? Vor allem proaktiv und rechtzeitig, sagt Professor Michael Huss. Er ist Ärztlicher Direktor an der Rheinhessenfachklinik in Alzey und in Mainz als Chefarzt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie tätig.

Herr Huss, was sollten Eltern beachten, wenn Sie ihren Kindern die Coronapandemie erklären?
Absolut wichtig ist vor allem, es frühzeitig zu tun. Oft verpassen Eltern den richtigen Zeitpunkt. Wenn Kinder eine bedrohliche Situation und die Beunruhigung der Eltern wahrnehmen, die sie nicht einordnen können, dann sind sie schnell überfordert.

Helfen dabei Erfahrungen aus früheren Krisen?
Nicht unbedingt, weil der Wahrnehmungsgehalt solcher Ereignisse immer unterschiedlich ist. Nehmen Sie den 11. September: Das Bedrohliche eines einstürzenden Hochhauses versteht jedes Kind. Aber die Verstrahlung eines zerstörten Atomkraftwerks wie 2010 in Fukushima ist so abstrakt, dass man sie einem Kind kaum erklären kann.

Ist Corona genauso abstrakt?
Ja – aber auch nur zum Teil. Man kann hier an dem Erfahrungshorizont eines Kindes anknüpfen. Bakterien sollte es ja eventuell auch schon kennen.

Wie kann man genau vorgehen?
Ich würde die Metapher des Gifts verwenden. Man kann dem Kind sagen, dass Corona ein besonders aggressives Virus ist, der um die Welt geht, weshalb Schutzvorkehrungen nötig sind. Man darf Kindern auch ruhig sagen, dass das Virus Kinder seltener krank macht als alte Menschen und sie sich keine übertriebenen Sorgen machen sollen.

Was sollten Eltern umgekehrt auf keinen Fall tun?
Wenn im Fernsehen Bilder aus Italien mit aufgereihten Särgen gezeigt werden, sollten Eltern ausschalten. Was soll das Kindern bringen? Das können sie nicht verarbeiten. Da kommen nur Fragen wie: Kommen wir jetzt auch alle in Särge? Genauso wenig hilfreich sind allzu konkrete Aussagen wie: Der- oder diejenige kann jetzt sterben. Das wirkt sich möglicherweise sehr negativ aus.

Das heißt: Eltern sollten den Medienkonsum ihrer Kinder genau im Blick halten?
Das gilt grundsätzlich immer, weil Bilder eine extrem starke, aber eben auch einseitige Wirkung haben. Sie können sich traumatisch in die Seele einbrennen. Deshalb ist es gerade in Krisenzeiten sehr schwierig, wenn Kinder zu Hause nur nebenher mitlaufen und vor Fernseher oder Internet sitzen, während die Eltern im Homeoffice arbeiten. Das geht nicht. Man muss Kinder einbeziehen, die starke Wirkung von Bildern abfedern.

Welche Medien sind in dieser Hinsicht vorbildlich?
Kika ist da sehr verantwortungsvoll, weil der Sender seit Jahren bei sensiblen Themen auf konkrete Bilder verzichtet oder sich vorab mit Experten darüber berät.

Gilt die klare Ansprache, für die Sie plädieren, auch bei Ausgangsbeschränkungen? Ist das für Kinder eine neue Erfahrung?
Das ist in der Tat eine essenzielle Frage für die nächsten Wochen. Bewegungsfreiheit und drang sind für Kinder selbstverständlich, den sollten sie auch jetzt so weit wie möglich ausleben können. Aber die Frage „Wie lange dauert es noch?“ dürfen Eltern in der aktuellen Lage niemals konkret beantworten. Wenn sie ein Datum nennen und es dauert länger, denkt das Kind, es wurde angelogen, und verliert Vertrauen. Deshalb kann man zum Beispiel sagen: Ich hoffe, es geht schnell. Mehr nicht. Man darf einem Kind gegenüber aber auch sagen, dass man es selbst nicht genau weiß.

Können Eltern erkennen, ob ihr Kind so eine Situation nicht verarbeiten kann, womöglich sogar professionelle Hilfe braucht?
Eltern, die ihr Kind gut kennen, werden damit kein Problem haben, weil Kinder ihre Seelen offen mit sich herumtragen und noch nicht wie Erwachsene darin trainiert sind, sich zu verstellen.

Wie äußert sich eine mögliche Traumatisierung?
Ein guter Indikator ist der Schlaf. Wenn ein Kind gut schläft, keine Albträume hat und erholt aufwacht, ist es in der Regel psychisch stabil. Symptome für ein Problem sind oft Bauchschmerzen, getrübte Stimmung, Abwesenheit oder mangelnde Ansprechbarkeit.

Erwarten Sie eine dauerhafte Prägung vieler Kinder durch die jetzigen Ereignisse? Bekommen wir eine „Generation Corona“?
So weit würde ich nicht gehen. Wir Kinderpsychotherapeuten erleben bis jetzt auch keinen massiven Anstieg unserer Arbeitsbelastung. Das ist in Krisenzeiten wie Seuchen oder Kriegen nicht ganz unerwartet: Das Gewicht verschiebt sich erst einmal zur Apparatemedizin, psychologische Faktoren und Befindlichkeiten spielen keine große Rolle mehr. Mittel- und langfristig kann sich das ändern, aber auch da erwarte ich nur Auswirkungen auf Einzelbiografien, nicht auf eine ganze Generation. Der Verlust einer Bezugsperson wie Großeltern oder Erzieherin kann für ein kleines Kind prägend sein und da wird möglicherweise bei einigen Kindern auch Corona eine wichtige Rolle spielen.

Hier das Youtube-Video